
(gegründet 2003 von Christian Rauschenfels und Eva Winter) kidsfarm – das ist die Verwirklichung unserer Kindheitsträume von Bauernhof und dem Leben mit Natur und Tieren im Besonderen mit Pferden. Unser Wunsch war es, Kinder an diesem Traum teilhaben zu lassen, die Welt der Tiere für sie erlebbar zu machen, nicht passiv als Betrachter, sondern sie zu integrieren in das alltägliche und dennoch besondere Geschehen. Mittlerweile verwirklichen diesen Traum mit uns Menschen, jung und alt, Pädagogen, Therapeuten, Pferdeausbilder und Praktikanten, mit ihren Ideen und Berufserfahrungen, die sie aktiv einbringen. 1995 wurde der Hof Herrneich von Eva Winter gepachtet. Als Städterin aufgewachsen, hatte das Erleben von gemeinschaftlicher landwirtschaftlicher Arbeit auf dem Hof ihres Onkels eine gewisse Faszination. "Noch heute können Gerüche wie frisches Heu, "Traktorgeruch" und Geräusche wie "Hühnergackern" bei mir schöne Kindheitserinnerungen und Empfindungen wecken." 2003 entstand gemeinschaftlich die kidsfarm mit Christian Rauschenfels, der in seiner Kindheit ähnliche Erfahrungen machen durfte und stark durch den Besuch eines Wanderkindergartens ohne feste Unterkunft bei allen Wetterbedingungen geprägt wurde. Mit ergänzenden Talenten und Kompetenzen gestalten wir nun für unterschiedlich Tiere und unterschiedliche Menschen einen vielfältig nutzbaren Erlebnis-Raum. "Dank sei allen Freunden, Bekannten und meinen Eltern, die mir helfen und geholfen haben, dies aufzubauen und zu erhalten!" Eva Winter "Ich bin meinen Eltern und den Bäumen im Wald dafür dankbar, dass sie mich getragen und ertragen haben. Kindern möchte ich mit Projekten zum lebendigen Lernen Möglichkeit & Mut geben, Wurzeln & Flügel für ein zufriedenes Leben zu entwickeln." Christian Rauschenfels Lebensfreude – Achtsamkeit – Toleranz kidsfarm bietet die Möglichkeit, Kinder in ganzheitlicher Form zu therapieren, zu fördern oder auch Lebensfreude, Lebenssinn und Lebendigkeit zu vermitteln. Kinder zu fördern bedeutet, sie in ihrer Entwicklung zu einer eigenverantwortlichen, lebenspraktischen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu unterstützen. Basiskompetenzen befähigen einen Menschen, sich aktiv mit seiner Umwelt auseinander zu setzen! Selbstwertgefühl Ein stabiles Selbstwertgefühl bildet die Basis für Selbstvertrauen. Reiten und der Umgang mit Tieren bietet hierfür viele Gelegenheiten. Die Kinder können sich von Tieren angenommen und geliebt fühlen, so dass sie Vertrauen – zu dem Tier wie zu sich selbst – aufbauen können. – Wichtig ist natürlich auch die positive, bestärkende Beziehung zum Therapeuten, Reitlehrer, Betreuer. kidsfarm – Tiere fordern und fördern Kinder
Entstehungsgeschichte
Grundgedanke
Was bedeutet "Kinder fördern"?
Stärkung der Basiskompetenzen
Warum sind Pferde im Vergleich zu vielen anderen, in der Therapie eingesetzten Tieren besonders geeignet? – Pferde sind groß und kräftig, sie können tragen, man kann sich anlehnen, darauf legen und sich von so viel Kraft beschützt und geborgen fühlen. Hat man erst einmal so einen großen Freund, kann einem nichts mehr passieren! Die Kinder spüren die Wärme des Pferdes am ganzen Körper, sie können einfließen in die Bewegung des Tieres. Wir leben in einer Zeit, in der Kinder kaum mehr getragen werden. Maxi-cosi, Babywippe und Kinderwagen haben uns diese Aufgabe abgenommen...aber getragen werden und Nähe spüren ist entscheidend für die Entwicklung unseres Selbstbewusstseins, Selbstwertgefühls und Fremd-, sowie Selbstvertrauens – die Fähigkeit, anderen zu vertrauen wie auch sich selber etwas zuzutrauen.
Dies wird in der Arbeit mit Pferden im natürlichen Umgang ständig gefördert, beispielsweise durch das Einflussnehmen auf die Bewegung und die Richtung beim Reiten oder Führen.
Auch durch die Mitbestimmung bei Aktivitäten auf der kidsfarm, das Einbringen von Ideen und eigener Kreativität (was vor allem während der Ferienprogramme gut möglich ist, wo Kinder in alles einbezogen werden wie z. B. gemeinsame Essenszubereitung) unterstützt das Gefühl von Selbstwirksamkeit.
Tiere schaffen Motivation (regen Bewegung an!):
z. B. auf das Tier zugehen, ein Tier führen, Gras pflücken, ausmisten.
Durch das Reiten werden Bewegungsimpulse gegeben oder Körperpartien bewegt, die beispielsweise einem Querschnittgelähmten willentlich nicht mehr zugänglich sind.
Die Arbeit mit Tieren fördert die Wahrnehmung des Körpers mit allen Sinnen (z. B. Tiere streicheln, nasses Pferd riechen, Schwein kratzen ...; aber auch: "Muskelkater" haben, bei der Heuernte schwitzen ...).
Die Kinder lernen, ihren eigenen Körper wahrzunehmen, ihn bewusst einzusetzen in der Kommunikation (bzw. Körpersprache) mit dem Tier.
(einfühlendes Verstehen) ...
... durch gelenkte und reflektierte Begegnung mit Tieren (z. B. erklären, dass die Katze jetzt nicht gestreichelt werden möchte, weil die Katzen gerade Futter bekommen haben).
... durch Bestärken der Kinder im Aufbau von Beziehungen zu anderen Kindern (Ferienlager, Wochenendangebote, Reitgruppe) über das Tier den "Anfang" finden (z. B. ein Pferd gemeinsam striegeln).
Es geht um das Annehmen und Erkennen der Besonderheit oder Behinderung. Stigmatisierung ("Schubladendenken") und Wertung darf kein Raum gegeben werden. Ängste vor ungewohnten Verhaltensweisen sollen abgebaut werden oder gar nicht erst entstehen.
Und wieder wird die Begegnung und das Finden gemeinsamer Interessen durch das Tier in die Wege geleitet und gefördert.
Feinmotorik, z. B. aufsatteln, Riemen am Halfter schließen ...
Grobmotorik: z. B. ausmisten, striegeln, reiten ...
Auch die Versorgung anderer Tiere und Tätigkeit rund um den Hof verbergen vielfache Möglichkeiten zur Förderung der Motorik.
In unseren umweltpädagogische Massnahmen auf der kidsfarm beziehen wir verschiedenste natürliche Reize auf den verschiedenen Wahrnehmungsebenen ein (Blumen und ihre Farben, Blätter und ihre Formen, Böden und ihre Strukturen, Rinde und ihre Oberfläche, Tiere und ihre Geräusche, Pflanzen und ihr Geschmack, Tageszeiten und deren Lichtstimmung, Futter und dessen Geruch, ...) und geben den Kindern Impulse zu einem sinnhaften Erleben.
Ein ganzheitliches BeGreifen der Umwelt, unseres Lebensraumes, führt dazu, dass die Kinder sich als Teil der Natur sehen. So wird das eigene Leben sinnvoll.
kidsfarm verzichtet bewusst auf:
Bunte, unkonventionelle Raumgestaltung lädt dazu ein, sich "fallen zu lassen", gibt Freiräume, regt an, alte Glaubensmuster in Frage zu stellen und Veränderung zuzulassen.
Das wirkliche Leben ist nicht barrierefrei. Das Leben ist ein Abenteuer – voller Hindernisse, die es gilt, als Herausforderung anzunehmen (wie hat Sara B. – Rollstuhlfahrerin, 13 Jahre alt – nach den Reiterferien erzählt: "Das Schönste war, dass ich den Stall von meinem Benny selber ausmisten durfte").
kidsfarm ist nicht barrierefrei, aber das Erfolgserlebnis ist umso größer, wenn man die Barriere überwinden konnte: sei es z. B. eine Stufe oder der Übergang von Schritt in Trab. Wir bieten Unterstützung und sichern, wo nötig.
